Es grünt so grün: Hochbeet aus Paletten

Hallo ihr Lieben,
Nachdem ich euch schon den Geräteschuppen gezeigt habe, möchte ich euch noch etwas aus unserem kleinen Garten zeigen. Als es um die Gartenplanung ging, wünschte mein Freund sich ein Gemüssebeet. Der Traum vom eigenem Gemüse im Garten, war für mich eher ein Albtraum: Stundenlang auf den Knien das rivalisierende Unkraut zupfen und zum Schluss nur das ernten, was die Schnecken netterweise übrig gelassen hatten, klang alles andere als paradiesisch. Nach einiger Zeit im Netz, entschieden wir uns für ein Hochbeet. Dieses verspricht Schutz vor Schädlingen, eine bessere Ernte und durch die Höhe ein angenehmeres Arbeiten im Beet. Allerdings waren die gängigen Hochbeete nicht gerade günstig. Im Frühjahr wurde ich im Kleinanzeiger f18_08_03 - 4ündig: Paletten zum Schleuderpreis, die Bauherren schnell los werden wollten. Vier davon holte ich nach hause und begann mit dem Aufbau, der im Übrigen recht einfach und schnell ging. Die vier Seiten habe ich mit Winkeln verbunden. Von Innen verkleidete ich die Holzverschalung mit Unkrautvlies. Danach konnte ich schon mit dem Füllen des Hochbeetes anfangen. Dazu gibt es im Netz viele Tipps. Ich habe das Beet wie folgt gefüllt: Nach Unten kommt eine Schicht mit Ästen und Zweigen, der eine Schicht aus Heu folgt. Wir haben zudem Grassoden, die übrig waren, noch hinein gelegt, bevor das Beet zuerst mit Pflanzenerde und dann mit Kompost aufgefüllt wird. Mit der Zeit sackt das Beet etwas ab, sodass wir inzwischen schon etwas Kompost nachgefüllt haben.
Mitte Mai wurde das Beet schließlich bepflanzt. In der vordersten Reihe steht Blattsalat, den wir wöchentlich ernten können, während die Pflanzen immer weiter wachsen. Bisher hatten wir den ganzen Sommer etwas davon. Hinter dem Salat reihen sich die Möhren, die wird ausgesät haben. Der Kohlrabi in der Mitte des Beetes wurde inzwischen sogar schon nachgepflanzt. In der zweiten hälfte des gerade einmal 1 Quadratmeter großen Hochbeetes teilen sich Rosenkohl und Brokkoli den Platz. Obwohl ich anfangs etwas skeptisch war, bin ich inzwischen total begeistert davon, wie gut das Gemüse im Hochbeet wächst und wie einfach die Pflege ist. Ich freue mich schon auf die zweite Hälfte des Sommers, die noch kommende Ernte und das was alles noch in das Hochbeet gepflanzt wird.
Liebste Grüße,
Sophie

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Ich packe in meine Blumenpresse: Frauenmantel, Schleierkraut und Lavendel

Hallo ihr Lieben,
Dass ich ein Gartenfreund bin, dürfte Keinem neu sein. Um noch länger etwas von meiner geliebten Blütenpracht zu haben, habe ich eine Blumenpresse gebastelt. Die war alles andere als schwierig herzustellen und ist dank der Bemalung auch noch eine Augenweide geworden, die sich nicht verstecken muss.
Um eure Sommerschönheiten für die Ewigkeiten festhalten zu können, braucht ihr lediglich:

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  • Zwei Bretter: 25 x 25 cm (Hier sind es zwei 6 mm breite
  •  Spanholzplatten. Die könnt ihr euch im Baumarkt meist passend zuschneiden lass
    en. Oder aber ihr habt noch alte Holzbretter herumstehen, die ihr dafür nutzen könnt)
  • Schmirgelpapier, Holzbohrer
  • Vier Unterlegscheiben und vier Flügelmuttern
  • Vier Schrauben (meine sind 5 cm lang, dürfen aber auch länger sein)
  • Zeitungspapier und alte Kartons
  • Acrylfarben und Pinsel

Die zugeschnittenen Platten habe ich zuerst mit Löchern versehen. Die Platten am Besten übereinander legen, um die Löcher an der gleichen Stelle zu treffen. So liegen die Platten später passend aufeinander. Mit Schmirgelpapier habe ich die Seiten, die Bohrlöcher und auch etwas die Fläche bearbeitet, damit später kein Splitter im Finger landet. Eines der Holzbretter nutzte ich als Schablone, um Papier und Pappe zuzuschneiden. Sie kommen zwischen die Blüten und trennen sie voneinander. Viel mehr Vorbereitung ist gar nicht nötig, sodass die Blumenpresse „betriebsbereit“ ist.
Um sie noch etwas zu Schmücken, habe ich sie auf der Vorderseite bemalt: Mit meinem Monogramm und einem kunterbunten Blumenkranz ist sie ein individuelles Stück geworden. Wer ungerne mit Acryl malt, dem kann ich das Bemalen mit Finelinern empfehlen oder aber das Bestempeln des Holzes mit einfachen Stempeln. Denn Beides hält auch gut. Wer mag kann die bemalte Seite mit durchsichtiger Acrylfarbe bemalen, damit sie länger hält.
In die Presse darf alles, was im Garten blüht. Was man daraus zaubern kann, erfahrt ihr hoffentlich schon bald. Ich bin schon ganz gespannt, was aus meinen Schätzen geworden ist.
Liebste Grüße,
Sophie

 

Unser erstes Eigenheimchen: Das Gerätehäuschen aus einem Fertigbausatz

Hallo ihr Lieben,
Der letzte Monat war gefüllt mit viel Arbeit, besonders im Garten. Und nicht nur, weil das Wetter dazu führte, dass alle Beete explodiert sind. Neben dem neuen Rasen und zahlreichen neuen Pflanzen, gab es auch das Gerätehäuschen. Das war ein absolutes Muss für uns, weil der ganze Krimskrams, den man für den Garten braucht, weder draußen noch drinnen herum liegen sollte. Lange haderten und rechneten wir herum, ob das Häuschen selbstgebaut oder aus einem Fertigbausatz zusammengesetzt werden sollte. Letztlich entschieden wir uns für den Fertigbausatz eines bekannten großen Baumarktes. Die Gründe dafür waren für uns ganz einfach: Es ist günstig, der Aufbau ist einfach durch vormontierte Teile und es ist eine Lieferung möglich gewesen. Vielleicht ist die Lebensdauer nicht so hoch wie Marke Eigenbau, doch für eine Mietswohnung reicht es vollkommen aus! Auf die Bestellung folgte die Vorbereitung.

Vorbereitung des Baues
IMG_2751Zuerst musste der Untergrund so vorbereitet werden, dass nachher das Häuschen darauf stehen kann. Da gibt es verschiedene Möglichkeiten und sicherlich führen hier viele Wege nach Rom! Wir haben uns dafür entschieden eine kleine Fläche mit Waschbetonsteinen zu pflastern. Diese haben wir von einem Freund geschenkt bekommen, sind aber auch günstig im Baumarkt zu erhalten. Etwa 15 cm wurden ausgehoben, Randsteine wurden gelegt und die Fläche mit 10 cm Schlacke aufgefüllt. Schließlich wurde gepflastert und mit Sand verfugt.

Der Aufbau
IMG_2816Der Bausatz wurde recht zeitig schon geliefert, kompakt verpasst und in einer weißen Folie eingehüllt. Dank des tollen Wetters konnte ich alles schon auseinander packen und einzeln in Garten tragen. Ich war überrascht, das trotz vieler vormontierter Sachen, doch so viele einzelne Teile dabei waren. Die nächsten Tage verbrachte ich mit vorstreichen. Anthrazitgrau ist es geworden, da auch andere Details am und um das Haus in dieser Farbe gestrichen wurden. Zudem ist es auch recht hübsch. Alles, was Innen lag und Zierleisten wurde in Hellelfenbein gestrichen. Nach Anleitung fingen wir dann an das Haus zusammen zu bauen: Erst der Boden, dann die Wände, das Dach und schließlich all die restlichen „Kleinigkeiten“. Den Boden haben wir im Übrigen mit einfachen Winkel an den Waschbetonplatten befestigt. Aber Baumärkte bieten auch hier spezielle Sets zum Verankern des Ganzen. Die Anleitung führt gut die einzelnen Schritte auf, allerdings muss man sehr aufpassen und sich seinen Teil an einigen Stellen dazu denken. Wie lange wir insgesamt gebraucht haben, weiß ich auch nicht mehr. Aber mit vier Stunden, wie es in einigen Rezensionen hieß, sind wir mit Sicherheit nicht ausgekommen. Schon alleine das Vorstreichen kostet einiges an Zeit. Das Ganze zusammen zu bauen macht auch nur bei gutem Wetter Sinn, da die zu verarbeitenden Sperrholzplatten doch recht empfindlich sind.

Der Krimskrams kommt zum Schluss
Fenster, Türen und Zierleisten wurden erst zum Schluss angebracht. Nachgekauft haben wir einen Riegel, um die Tür vernünftig schließen zu können und es muss noch an einigen Stellen nachgearbeitet werden. Die überstehende Dachpappe soll noch versteckt werden und eine kleine von mir zurecht gesägte Fensterbank wird noch montiert. Aber all das kommt im Laufe des Sommers und wird auf jeden Fall dann noch gezeigt.

Liebste Grüße,
Sophie

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